Ein Bericht über PvE von Destitute
Spielbericht Bounty Hunter
Achtung: Die Erlebnisse aus diesem Bericht wurden nicht im aktuellsten Build von SW:TOR gesammelt. Außerdem ist das Spiel noch in Entwicklung, wodurch sich noch einiges ändern kann. Trotzdem gibt der Bericht einen guten Einblick in das Spiel. Dieser Bericht kann Spoiler enthalten.
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Während des ersten Fansite Summits gab uns BioWare die Chance Star Wars: The Old Republic für einige Stunden anzuspielen. Es war möglich entweder den Imperialen Agenten oder den Kopfgeldjäger von Level 1 an zu spielen. Ich hatte dabei die Gelegenheit den Kopfgeldjäger zu testen und soweit ich konnte hochzuleveln.
Der Start
Nach dem Betreten des Spiels wird man gleich per Zwischensequenz in die Geschichte des Kopfgeldjägers eingeführt. Wer aber denkt, dass es sich um ein Video zum stumpfen zuschauen handelt liegt gänzlich falsch. Gleich zu Beginn zeigt sich, dass BioWare viel Wert auf die Story legt und man wird sofort in die Handlung mit eingebunden indem man an vielen Stellen entscheiden kann, wie man auf eine Frage antwortet oder in einer Situation reagiert. Außer aktiv die Story zu gestalten hat die Auswahl zu Anfang keine anderen Nutzen, was sich aber im späteren Verlauf ändert. So wird die Entscheidung für eine bestimmte Antwort darüber entscheiden ob man eher zur dunklen Seite tendiert oder doch die Gute bevorzugt. Auch die Zuneigung eurer Gefährten hängt von der “richtigen” Antwort ab. Man fühlte sich kurzzeitig an alte D&D Zeiten erinnert, wo jede Entscheidung zu einem anderen Storystrang führte.
Nach der ersten Zwischensequenz bekommt man auch sofort sein erstes Quest und wird auf die Welt losgelassen. Ab hier hieß es erst einmal sich mit allem vertraut zu machen, denn das Tutorial, welches im fertigen Spiel implementiert ist, war nicht vorhanden und auch das Handbuch war nicht zur Hand. Das machte aber wenig aus, denn die Steuerung, sowie viele Funktionen, glichen denen anderer MMORPGs sehr und das User Interface war sehr gut aufgebaut und recht intuitiv. Einzig die Zeichen auf der Minimap waren etwas ungewohnt und brauchten seine Zeit um sie zu entschlüsseln, doch dafür machte die Lebensanzeige direkt über den Skills einen perfekten Job, war in einigen brenzligen Situationen lebensrettend und hätte kaum besser platziert werden können.
Vom Aufbau konnte das User Interface überzeugen, so dass man gespannt sein kann, was die kommenden Änderungen bringen werden und ob sie das UI sogar noch verbessern können. Die Minimap bzw. die Karte allgemein bietet eigentlich alles, was das Spielerherz begehrt und wurde zumindest für mich gleich zum besten Freund. Es werden neue Quest angezeigt, von schon angenommenen wird angezeigt, wo man sie erfüllen kann, es werden “Taxi-Punkte”, Händler und auch der jeweilige Trainer angezeigt. Letzterer bekommt ein kleines Plus zu seinem Symbol wenn man neue Fähigkeiten bei ihm erlernen kann, was sehr nützlich sein kann, wenn man nicht jedes Level-up umsonst zu ihm laufen möchte. Was mir persönlich aber am besten gefallen hat ist das hervorheben von Ein- bzw. Ausgängen zu anderen Gebieten, Etagen etc. wenn sie für ein Quest wichtig sind. (Beim Rüberfahren über die entsprechenden Ein- und Ausgänge wird einem auch angezeigt für welche Quests man den Ort wechseln muss.)
Das Spielen
Der Kopfgeldjäger ist ein Fernkämpfer und so lässt er sich Dank seinen Fähigkeiten auch spielen. Rigid Shots (Unbeugsame Schüsse) und Missile Blast (Raketenschuss) können getrost als die Standardangriffe benannt werden. Rigid Shots ist durch den geringen Cool-Down und den moderaten Schaden die Fähigkeit, die man in der Regel durchgehend spammen könnte und Missle Blast ist durch den Flächenschaden schon ab der ersten Minute unabdingbar, denn man bekommt es selten mit weniger als drei Gegnern gleichzeitig zutun. Im späteren Verlauf bekommt man noch den sehr nützlichen electro dart (Elektrischer Pfeil, welcher das Ziel für ein paar Sekunden betäubt) und die Area of Effect Fähigkeit Death from Above (Tod von Oben) in sein Repertoire. Unterschlagen möchte ich aber nicht die, die eher für den Nahkampf ausgelegten Skills, wie den Flammenwerfer oder den Rocket Punch. Der Flammenwerfer war sehr nützlich als “Opener” gegen eher schwächere Ziele, da er diese gleich mit betäubt, der Rocket Punch teilt sehr gut schaden aus, als ein Gegner einmal meint unserem Fernkämpfer etwas zu nah auf die Pelle zu rücken. Durch die gut umgesetzte Line of Sight (Wikipedia: Line of Site) Verhalten spielt sich der Kopfgeldjäger schneller und nicht so apathisch, wie in anderen MMOs. Man kann das Spielgefühl mehr mit dem Jäger aus Hellgate: London vergleichen, als mit dem Jäger aus z.B. World of Warcraft.
Die Quests sind sehr schön designed und wunderbar geschrieben. Es macht Spaß sich die jeweilige Zwischensequenz anzuhören und mit seinen Entscheidungen in den Questverlauf einzugreifen. Zumindest im Startgebiet kam dadurch keine Langeweile beim Leveln auf. Nicht zu letzt auch wegen dem Taxi-System, welches langes laufen verhindert. In unserer gespielten Version war es allerdings noch nicht möglich direkt zu seinem Ziel zu fliegen, wenn ein Haltepunkt dazwischen war. Sicherlich nur ein Bug, der in der aktuellen Version auch schon wieder entfernt ist. Eine weitere gute Neuerung sind die Bonusquests, die auf der Karte angezeigt werden und grundsätzlich auf dem Weg zu anderen Quests zu finden sind.
Soweit ich kam bestanden die Bonusquests hauptsächlich daraus X Gegner eines bestimmten Typs zu töten, allerdings tat es dem Spielspaß keinen Abklang, da die Bonusquests nicht extra angenommen werden mussten und es in der Regel Gegner waren, die man eh auf den Weg getötet hätte. Der Vorteil, dass man die Bonusquests nicht extra annehmen musste liegt darin, dass man sie nicht vergessen oder übersehen konnte. Wie häufig ist es schon passiert, dass man ein Gebiet besucht hatte und erst später gemerkt hat, dass man ein Quest vergessen hatte und man wieder für dieses eine Quest wieder ganz zum Zielgebiet laufen muss. Wie ich finde hat BioWare eine großartige Lösung für dieses Problem gefunden.
Im späteren Verlauf bekommt man mit Mako seine erste Gefährtin und damit eine wichtige Unterstützung, denn Mako hat neben ihrer Angriffskraft auch noch die Möglichkeit deinen Charakter zu heilen, was einen immensen Vorteil bringt. Wer Angst hat, dass die Gefährten sich eventuell dumm anstellen, weil ihre KI nicht die beste ist, der sei beruhigt. Sie hat in vielen Situationen intelligent gehandelt und war eine große Hilfe und kein Klotz am Bein. Den Platz eines Spielers werden Gefährten sowohl beim normalen Questen als auch in Flashpoints gut ausfüllen können. Während des Fansite Summits hatten wir auch die Möglichkeit kurz den ersten Flashpoint The Black Talon anzuspielen. Einigen vielleicht besser bekannt unter “Kill the captain, let the captain alive-flashpoint”.
Die Kombination von zwei Kopfgeldjägern und zwei Imperialen Agenten war zwar nicht optimal und gleich bei den ersten Gegner hätte es fast einen Wipe gegeben, aber nach kurzem sammeln lief der Flashpoint recht reibungslos. Das Spielprinzip des Bounty Hunters ändert sich in Flashpoints nicht wirklich, einzig Area of Effect-Fähigkeiten, wie Tod von Oben und Raketenschuss sind etwas mehr gefragt als vielleicht sonst. Das beste an den Flashpoints allerdings ist das Würfeln mit den Mitstreitern um Entscheidungen. So gab gerade die Entscheidung den Kapitän zu töten oder ihn am Leben zu lassen einen großen Aufschrei. In unserer Gruppe war ich wohl der einzige, der den guten Weg gegangen ist, dementsprechend sahen auch die Entscheidungen aus, doch Glück wie ich hatte gewann ich das Würfelduell und wir haben den Kapitän am Leben gelassen, obwohl drei dagegen waren. So kann es gehen, aber glaubt mir… falls ihr so etwas macht vergewissert euch, dass ihr nicht direkt neben oder hinter euren Mitspielern sitzt. ^^
Fazit
Alles in allem hat mich das Spielerlebnis sehr positiv überrascht. Im Vorfeld habe ich, auch von BioWare Mitarbeitern, schon einige Schwärmereien über SWTOR gehört und war eher skeptisch ob das Spiel wirklich das halten kann, was es verspricht. Es tut es. BioWare macht einiges richtig indem sie ein Hauptaugenmerk auf die Story richten und versuchen den Spieler so früh wie möglich in die Story mit einzubinden. Entscheidungen zu treffen und entweder böse oder gut zu agieren und darauf zu achten was man sagt, damit der Gefährte nicht verärgert wird bringt eine Menge Spaß und ist gerade in Flashpoints für die ein oder andere Siegeslaune bzw. Wutwolke verantwortlich. Zudem ist es problemlos möglich in ca. sechs Stunden Level 9 zu erreichen und alle Quests im Startgebiet abgeschlossen zu haben.
Positiv überrascht hat auch von Anfang an, dass nicht nur die Hauptquests vertont waren und durch eine Zwischensequenz dargestellt wurden in die man aktiv durch seine Entscheidungen eingreifen konnte, sondern auch alle Nebenquests. Mich hat das Spiel überzeugt und bin überzeugt, dass , sollte BioWare so weiter machen, es ein MMORPG werden wird, welches die MMO-Welt verändern könnte.




















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