Ein Bericht über PvE von Befaro

Befaro beim Fan Site Summit von BioWare 2011

Ein Bericht über PvE bei SW:TOR

Achtung: Die Erlebnisse aus diesem Bericht wurden nicht im aktuellsten Build von SW:TOR gesammelt. Außerdem ist das Spiel noch in Entwicklung, wodurch sich noch einiges ändern kann. Trotzdem gibt der Bericht einen guten Einblick in das Spiel.
Dieser Bericht enthält Spoiler und ich bin vielleicht eher ein Fanboy, als ein neutraler Beobachter. Aber lest selbst.

Erste Schritte

Beim ersten Event im Studio von BioWare ging es darum, einen Imperialen Agenten oder einen Kopfgeldjäger (Bounty Hunter) von Level 1 an so zu leveln, wie man es schaffte. Ich entschied mich für den Imperialen Agenten und, soviel sei schon verraten, innerhalb von 4 bis 5 Stunden locker Level 8 gemacht und das Startgebiet fertig gequested.

Der IA startet auf dem Planeten Nal Hutta und ist natürlich eine Fernkampfklasse. Seine Besonderheit ist dabei die Verwendung von Deckung(engl. Cover). Mögliche Deckungen, also zum Beispiel kaputte Wände oder Kisten, kann man sich anzeigen lassen und mit einem Skill sich sogar ein Stück hinrollen, sodass man nicht 100%ig richtig stehen muss. Wenn man in Deckung ist, bekommt man nicht nur weniger Schaden, sondern es erlaubt einem auch der Einsatz spezieller Skills. Diese sind durchweg besser, als die, die man ohne Deckung verwenden kann. Anfangs war der Einsatz von Deckung schwierig, später nervig – das hängt aber vermutlich stark davon ab, was für eine Art von Spieler man ist und welche Präferenzen man hat. Als man jedoch mit Level 8 die mobile Deckung bekommen hat, also sich jeder Zeit mit kurzem Cooldown einfach die Mobile Deckung hochziehen konnte, hat sich das radikal geändert. Dadurch spielte sich der Charakter angenehmer und deutlich einfacher. Hinzu kommt dabei wohl, dass SW:TOR im Vergleich zu anderen spielen großzügiger ist, wenn es darum geht in Richtung des Gegners zu schauen, um ihn anzugreifen. Hat ein wenig gefehlt, hat sich der Charakter einfach leicht gedreht. Lediglich wenn man der Gegner ungefähr direkt im Rücken stand, musste man sich umdrehen. Auch das Line of Sight verhalten, also dass man sich hinter hohen Wänden oder anderen Hindernissen „verstecken“ kann um keinen Schaden zu bekommen und den Gegner zum Laufen zu zwingen, ist schon besser als in manch anderen MMOs und hat bei mir immer einwandfrei funktioniert.

Skilltechnisch konnte der IA eine Reihe von verschiedenen Schüssen aufweisen. So waren schon mit Level 6 Einzelziel-, Gebiets- und Kanalisierungsschüsse (Singletarget, AoE und Channel) dabei. Dabei waren einige ohne Cooldown, manche mit. Es kann sich hier zwar noch einiges ändern, aber es hat sich schon sehr gut angefühlt.

Der Gebietsschaden war auch mehr als nötig, da von Anfang an 3er Gruppen zum Alltag eines jeden Spielers gehören. Diese waren genauso stark, wie die Mobs, die man alleine pullen konnte. Allerdings fühlt es sich einfach besser an, wenn man 3 Mobs gleichzeitig pullen kann, die noch dazu Humanoid waren. Da fühlt man sich schnell wie ein echter Held.
Erwähnenswert sei wohl noch, dass die Mobs kein einziges mal gebuggt haben. Mit der Ausnahme, dass einmal ein drachnoider Mob plötzlich auf einem Zelt lag – als der starb, konnte man immer pullen, töten und looten.

Die Quests

Die Quest waren natürlich alle gut, hatten Story und waren komplett vertont. BioWare hält hier also 100%ig was sie versprechen. Man kam auch immer gut von Questgeber zu Questgeber und der Ablauf war sehr flüssig. Es wurde einem sehr viel auf der Minimap angezeigt und erfuhr sogar, wenn man einen neuen Skill lernen konnte.
Besonders zu beachten war hier die Storyquest, die sich durch das ganze Spiel zieht und einem Sachen, wie den ersten Begleiter(vielleicht auch weitere?), die Advanced Class und sein Raumschiff, ermöglichte. Hier war die Story natürlich besonders gut. (Kein Spoiler von mir, aber der erste Begleiter des IA wurde schon von BioWare angekündigt, sodass ich direkt wusste, mit wem ich es zu tun hatte als mir Kaliyo Djannis über den Weg lief. Etwas schade, aber BioWare hat versichert nicht alle Begleiter vorher anzukündigen, wodurch es auch Überraschungen geben wird).

Vorteilhaft war auch das Taxisystem, das einem den Anfang ohne Mount sehr erleichtert hat. Dieses war nicht nur schnell und auch günstig, sondern man sah auch einfach verdammt cool aus, wenn man auf einem Speeder durch die Gegend heizte.

Das Interface

Das Interface fand ich sehr ansprechend, vor Allem da sie einige Dinge anders anordnen, als andere MMOs (aber trotzdem keine Eingewöhnungszeit brauchte). Aber, BioWare sagte, im neusten Build sei das User Interface noch toller und noch besser. Wir dürfen an dieser Stelle gespannt sein und uns auf den ersten Screenshot davon freuen.

Fazit

Man kann also sagen, dass Combat, Story und völlige Vertonung die besten Features des Spiels sein dürften. Mir persönlich hat allerdings eine Sache am besten gefallen, die mit Flashpoints zu tun hatte.
Mit Hilfe des Communityteams durften wir uns freundlicherweise auf Level 9 hochcheaten und den ersten Flashpoint spielen. Zwar waren wir mit 2 BH und 2 AI nicht optimal besetzt, aber Spaß und Erfolg hatten wir alle mal. Das mit Abstand beste daran war allerdings die Multiplayer Konversationen, bei dem jeder Spieler eine mögliche Antwort geben konnte und mit Hilfe eines Würfelwurfs die gegebene Antwort entschieden wurde. Auch Questziele, wie die Entscheidung den Kapitän des Schiffes zu töten oder leben zu lassen, wurden so bestimmt. Das klingt erstmal alles ganz nett, aber wer das erlebt hat, weiß wie gut es wirklich ist. So wollten bei uns 3 Leute den Kapitän töten und nur Destitute ihn retten – ein guter Würfelwurf und die Gruppe war dazu verdammt den Kapitän zu retten. Durch solche Dinge haben Instanzen einen komplett neuen Wiederspielwert und so kann man, Itemfarmen mit neuen Lösungswegen des Flashpoints verbinden. Jedoch ist nichts schöner, den eigenen Freunden eins auszuwischen, in dem man selber ständig die Antworten „gewinnt“ oder über die Ziele entscheidet. Im einem Flashpoint auf Republikseite darf man am Ende wählen, ob man so Edel sein will und auf Belohnungen und Items verzichten will oder nicht. Der bessere Wurf gewinnt und im Gruppenchat – oder noch besser im Voice Com Tool – ist der Teufel los.

Am nächsten Tag hatte ich noch die Gelegenheit den Sith Inquisitor anzutesten. Dieser ist am Anfang eine Mischung aus Machtanwender und Nahkampfcharakter (dies spiegeln ja beide erweiterten Klassen wider). Das Spielerlebnis war im Melee ganz ein anderes und die Story war auch bereits ganz anders aufgezogen(jeder der weiß, wie man ein starker Sith wird, der versteht was ich meine ).

Ich könnte mir vorstellen, dass selbst hart gesottene Ein Charakter Spieler(also jemand, der sich keine weiteren Charaktere erstellt und nur seinen „Main“ spielt) in diesem Spiel zum „Twinker“ werden. Die Klassen unterscheiden sich teilweise schon spielmechanisch sehr stark, storytechnisch aber noch mehr.

Das waren meine Low Level Erlebnisse und ich hoffe es hat sich für euch gelohnt, diesen Bericht zu lesen. Der nächste folgt bestimmt, schon bald. Also bleibt dran

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